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Mâyâ

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17. Wie ein Strick, nicht erkannt deutlich

Im Dunkeln, falsch wird vorgestellt

Als Schlange, als ein Strich Wassers,

So wird falsch vorgestellt das Selbst (âtman).

 

18. Wie, wenn der Strick erkannt deutlich,

Und die falsche Vorstellung weicht,

Er nur Strick bleibt unzweiheitlich,

So, wenn deutlich erkannt, das Selbst.

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Gaudapada's Mâṇḍûkya-Kârikâ 2,16 in der Übersetzung von Prof. Dr. Deussen, Paul: "Sechzig Upanishad's des Veda", 2.Auflage, F.A. Brockhaus, 1915, Seiten  585.


Foto: © Franz Rickinger

Bei Prof. Paul Deussen findet man in "Sechzig Upanishads des Veda", da im Index mehrere Einträge dazu:

Zur möglichen Übersetzung von mâyâ als "Zauberkunst" heißt es auf Seite 423, in Bṛihadâraṇyaka-Upanishad 2,5,19:

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19. "Dieses, fürwahr, ist jener Honig welchen Dadyañic, der Sohn des Atharvan, den Açvinen verriet. Dieses schaute der Ṛishi und sprach (Ṛigv. 6,47,18):

In jeglicher Gestalt war er sein Abbild,

Dies ist, was als Gestalt von ihm zu schauen;

durch Zauber vielgestaltig wandelt Indra,

Geschirrt sind seine zehnmal hundert Rosse.

Er, frühwahr, ist die Rosse [nach Çañkara: die Sinne!], er fürwahr, ist zehn und ist tausend, ist vieles, ist unendliches. - Dieses Brahman ist ohne Früheres und ohne Späteres, ohne Inneres und ohne Äußeres; diese Seele ist das Brahman, die allvernehmende. ― So lautet die Unterweisung.

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Prof. Dr. Deussen, Paul: "Sechzig Upanishad's des Veda", 2.Auflage, F.A. Brockhaus, 1915, Seite 423 in Bṛihadâraṇyaka-Upanishad 2,5,19,

 

Mâyâ könnte auch "Schöpferkraft" heißen, findet man im selben Buch von Prof. Deussen auf den Seiten 639, 765 und 807

Mâyâ als "Werdemutter" findet man auf Seite 639 in der Cûlikâ-Upanishad und im Vers 3; wo es heißt:

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An der Werdemutter Mâyâ

Der ew'gen fest achtfachen. ²

...

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Prof. Dr. Deussen, Paul: "Sechzig Upanishad's des Veda", 2.Auflage, F.A. Brockhaus, 1915, Seite 639,

 

 

Mâyâ als Welterschaffende Kraft findet man auf Seite 765/766 im Abschnitt "Nṛsiṅhapârvatâpanâya-Upanishad - Dritte Upanishad", wo es u.a. Folgendes heißt:

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Jene Mâyâ des Narasiṅha ist es, welche das Weltall erschafft, das Weltall behütet und das Weltall resorbiert. Darum soll man jene Mâyâ als die Çakti (Schöpferkraft) wissen; wer jene Mâyâ als die Çakti weiß, der überwindet das Böse, überwindet den Tod, der geht auch zur Unsterblichkeit ein und erlangt großes Glück. — Die Brahmanwisser fragen sich : ist sie [die Çakti, die Schlußsilbe des Spruches] kurz oder lang oder überlang (ham, hâm, hâ-âm) zu sprechen ? — Wenn sie kurz [gesprochen] wird, so verbrennt man damit alles Böse und geht zur Unsterblichkeit ein; wenn lang, so erlangt man großes Glück und geht zur Unsterblichkeit ein; wenn überang, so wird man weise und geht zur Unsterblichkeit ein. Darum ist folgendes von dem ishi gesprochen als eine Andeutung :

So trinke nun ihn, aufstrebend und siegreich (Ṛigv. 6,17,2) !

Glück, Schönheit, Preßstein, Mütterchen und Erdkuh,

Und Indra's Waffe, die man zählt als sechste,

Wiss' ich brahman-entsprungen gleicherweise,

Und fleh' sie an zum Schutze für mein Leben.

 

  Der Âkâça, fürwahr, ist aller Wesen höchstes Ziel. Denn alle Wesen entstehen aus dem Âkâça, aus dem Âkâça, nach dem sie entstanden sind, leben sie, und in den Âkâça gehen sie, dahinscheidend, wieder ein [nach Taitt. 3,1 fg. gebildet]. Darum soll man den Âkâça als das Vâjam (Weltsamen) wissen. Darum ist folgendes vom ishi gesprochen als eine Andeutung  (Kâṭh.5,2. Mahânâr. 10,6, nach.igv. 4,40,5; vgl.oben S. 248.282).

,,Im Äther ist Sonnenschwan er, Vasu in der Luft,

Hotar am Opferbette, auf der Schwelle Gast,

Er weilt in Mensch und Weite, im Gesetz, im Raum, Entspringt aus Wassern, Rindern, Recht, Gebirg' als großes

Recht,

er, der solches weiß. — So lautet die grofse Upanishad.

...

769

Nṛisiṅhapurvatâpanîya-Upanishad 4,2.

 

irgend vorhanden ist. Darum wer diese in einen Opferspruch gefaßte Mahâlakshmi weiß, der erlangt großes Heil.

 

Vierter Añga: die Nṛisiṅhagâyatri.

Om ! Laßt Nṛisiṅha's, wohlbewufst,

Des Blitzbekrallten denken uns,

Der Löwe fördre unsern Geist (nach Taitt. Âr. 10,1, v. 31).

Fürwahr, diese Nṛisiṅha -Gâyatri ist die Grundwesenheit der Götter und der Veden. Wer solches weiß, der ist grundwesenhaft.

 

 

4,3.

Und die Götter sprachen zu Prajâpati: Durch welche Sprüche muß der Gott gepriesen werden, damit er befriedigt wird und sein Wesen zu schauen gibt? das sage uns, o Erhabener!

Da sprach Prajâpati¹:

Om! ihm, der der erhabene Gott Nṛisiṅha und der auch Brahmán ist, ihm sei Ehre, Ehre!

Om! ihm, der der erhabene Gott Nṛisiṅha und der auch Viṣṇu ist, ihm sei Ehre, Ehre!

Om! ihm, der der erhabene Gott Nṛisiṅha und der auch Maheçvara ist, ihm sei Ehre, Ehre!

Om! ihm, der der erhabene Gott Nṛisiṅha und der auch Purusha ist, ihm sei Ehre, Ehre!

Om! ihm, der der erhabene Gott Nṛisiṅha und der auch Îçvara ist, ihm sei Ehre, Ehre!

Om! ihm, der der erhabene Gott Nṛisiṅha und der auch Sarasvati ist, ihm sei Ehre, Ehre!

Om! ihm, der der erhabene Gott Nṛisiṅha und der auch Çrî ist, ihm sei Ehre, Ehre!

Om! ihm, der der erhabene Gott Nṛisiṅha und der auch Gauri ist, ihm sei Ehre, Ehre!

Om! ihm, der der erhabene Gott Nṛisiṅha und der auch Prakṛiti ist, ihm sei Ehre, Ehre!

Om! ihm, der der erhabene Gott Nṛisiṅha und der auch das Nichtwissen² ist, ihm sei Ehre, Ehre!

Om! ihm, der der erhabene Gott Nṛisiṅha und der auch der Laut Om ist, ihm sei Ehre, Ehre!

——————

¹ Die ganze Formel ist gebildet nach Atharvaçiras 2, oben S. 718

² Den fünf ersten sind die folgenden als Gattinnen beigegeben, wie Weber treffend bemerkt, mit dem wir daher in avidyâ auflösen; der Scholiast freilich liest vidyâ.

 

DEUSSEN, Upanishad's 49

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Prof. Dr. Deussen, Paul: "Sechzig Upanishad's des Veda", 2.Auflage, F.A. Brockhaus, 1915, Seite 765,766

 

Mâyâ als Art Selbstäuschung, illusionäre Vorstellung findet man an folgender Stelle in der Râmapûrvatâpanîya-Upanishad:

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...

17. Sitâ und Râma ehrt als aus ihm stammend;

Aus beiden ist der zweimal sieben Welten

Schöpfung, Bestand, Vergang, und in den Welten

Läßt Râma Mensch sich werden durch die Mâyâ.

 

18. Ihm als Weltodem, Âtman sei Verehrung!

Sein Einssein preist mit dem Ur-Guṇa-haften!

 

19. Das Wort namas heißt hierJîva

Das Wort Rāma´den Âtman meint;

Der Dativ aber auf âyâ

der Wesenheit beider gilt.

...

——————

der

...

In dem Spruchkönig:

Rām Rāṃâya namaḥ

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Prof. Dr. Deussen, Paul: "Sechzig Upanishad's des Veda", 2.Auflage, F.A. Brockhaus, 1915, Seite 807

 

Mâyâ als das, was die Seele blind macht, Mâyâ als Blendwerk und die Überwindung von Mâyâ bzw deren Folgen:

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740

Atharvaveda, Çiva-Upanishad’s

 

10. Wer in allem, was ist, sich sieht

Und in sich alles Seiende,

Der geht dadurch, und nicht anders,

Zum Ort des höchsten Brahman ein.

 

11.¹ Sich selbst machend zum Reibholze

Und den Om-Laut zum obern Holz,

Des Wissens Feuer reibt fleißig

Der Weise und verbrennt den Strick.

 

12. Wenn seine Seele blind ist durch die Mâyâ,

Bewohnt den Leib er und betreibt die Werke,

Durch Weiber, Speise, Trank und viel Genüsse

Erlangt er Sättigung im Stand des Wachens.

 

13. Und auch im Traume, Lust und Schmerz genießend,

Schafft eine Welt durch Selbstbetrug die Seele;

Zur Zeit des Tiefschlafs schwindet alle Täuschung,

Umhüllt von Dunkel geht in Lust die Seele.

 

14. Und wiederum durch frühern Daseins Werke

Geht ein die Seele dann in Traum und Wachen;

Und spielend weilt sie in der Stände Dreiheit,

Bis ihr zuteil wird jenes Reiche, Ganze,

Das Träger, Wonne, teillos zu erkennen,

In dem der Stände Dreiheit kommt zur Ruhe.

15.² Aus ihm geboren wird Prâṇa,

Das Manas und der Sinne Schar,

Der Äther, Wind, das Licht, Wasser

Und Erde, die alltragende.

 

16. Brahman, die höchste Allseele,

Des Weltalls großer Ruhepunkt³,

Des Feinen Feinste⁴ dies Ew'ge

Du selbst bist es, und es ist du!

 

17. Im Wachen , Träumen, Tiefschlafen

Was ausgebreitet dir erscheint,

  

——————

¹ Vgl. Çvet. 1,14.

² = Muṇḍ. 2,1,3.

³ Vgl. Mahânâr. 11,7.

⁴ Vgl. Muṇḍ. 3,1,7.

 

 

741

Kaivalya-Upanishad 17.

 

Dies Brahman, wisse, bist selbst du, —

Dann fallen alle Fesseln ab." —

 

18. ,,Was als Genuß, Genußobjekt,

Genießer die drei Stände kennt,

Davon verschieden, Zuschauer,

Rein geistig, selig stets bin ich!

 

19. In mir entstand das Weltganze,

In mir nur hat Bestand das All,

In mir vergeht es, dies Brahman,

Das zweitlose, ich bin es selbst!

 

20. Des Kleinen Kleinstes bin ich, und nicht wen'ger

Bin groß ich, bin das bunte, reiche Weltall,

Der Alte bin ich, bin der Geist, der Gottherr,

Ganz golden bin ich, seliger Erscheinung.

 

21 ¹ Ohn' Hand und Fuß bin ich, unendlich mächtig,

Seh' ohne Augen, höre ohne Ohren;

Ich bin der Wissende, und außer mir ist

Kein andrer Wissender in ew'gen Zeiten.

 

22. Durch alle Veden bin ich zu erkennen,

Vedavollender bin ich, Vedawisser,

Vom Guten frei und Bösen, unvergänglich,

Geburtlos bin ich, ohne Leib und Sinne.

 

23. Für mich gibt es nicht Erde und nicht Wasser,

Nicht Feuer, nicht den Wind und nicht den Äther." —

Wer so gefunden hat den höchsten Âtman

Im tiefsten Herzen, ohne Teile, zweitlos,

 

24. Allschauend, frei von Sein und frei von Nichtsein,

Dem wird zuteil der reine, höchste Âtman.

——————

Wer das Çatarudriyam studiert, der wird durch Feuer gereinigt, durch Wind gereinigt, durch den Âtman gereinigt, der wird gereinigt von Branntweintrinken, gereinigt von Brahmanenmord, gereinigt von Diebstahl des Goldes, gereinigt von

 

——————

¹ Vgl. Çvet. 3,19.

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Prof. Dr. Deussen, Paul: "Sechzig Upanishad's des Veda", 2.Auflage, F.A. Brockhaus, 1915, Seite 740,741

 

 

Mâyâ und Yoga, Befreiung von Mâyâ:

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292

Yajurveda.

 

 

Als Urgrund denkbar? Doch nicht! - Denn ein Selbst ist!

Doch auch das Selbst schafft frei nicht Lust und Unlust!¹

 

Vers 3—6. Schilderung der individuellen Seele!

3. Nachdenken und Hingebung (yoga) übend, sah'n sie

Gottes Selbstkraft, verhüllt in eignen Guṇa's²;

Er ist's, der allen den genannten Gründen,

Nebst Zeit und Seele, vorsteht als der Eine.

 

4. Den einen Radkranz³, dreifach⁴, sechzehnendig⁵,

Mit fünfzig Speichen⁶ zwanzig Gegenspeichen ⁷,

 

Sechs Achtheiten⁸, die eine Schnur des Weltalls ⁹, Dreipfadig¹⁰, zweibedingten¹¹, einen Wahnes¹²,

5. Den Fünfstrom¹³ , der fünfquellig¹⁴ schwillt, sich windet, Mit fünf Hauchwellen¹⁵ , mit der fünf Sinne Urwurzel¹⁶,

 

——————

¹ Alle aufgezählten Prinzipien können nicht für sich allein, sondern nur als Bestimmungen an einem Selbste (âtman) gedacht werden, welches daher unter allen Umständen der Urgrund ist. Aber das empirische Selbst kann dieser Urgrund nicht sein, da es nicht Herr ist, Lust und Schmerz zu schaffen, sondern ihnen unterworfen ist.

² Die individuelle Seele besteht nicht aus dem Purusha und der von ihm unabhängigen Prakṛiti (Çakti) nebst deren Guṇa's (Sattvam, Rajas, Tamas), sondern es ist Gottes eigene Kraft (âtma-çakti), welche, in ihre eigenen Qualitäten (sva-guņaiḥ) verhüllt, als Seele erscheint. — Schärfer kann der Gegensatz gegen die Sâñkhyalehre wohl nicht ausgesprochen werden.

³ Das Bild von dem einen Radkranze (oder auch der einen Radbane mit den vielen Speichen (Kaush. 3,8. Bṛih. 2,5,15. Chând. 7,15,1. Muṇḍ. 2,2,6. Praçna 2,6. 6,6) wird hier, mit Anlehnung an Sâñkhyavorstellungen, näher ausgeführt.

⁴ Aus den drei Guṇas (Sattvam, Rajas, Tamas) bestehend.

⁵ Auslaufend in Manas, fünf Erkenntnissinne, fünf Tastsinne, fünf Elemente.

⁶ Die fünfzig Affekte (bhâva) der Sâñkhyaphilosophie (Sâñkhya-K. 46).

⁷ Die zehn Sinne und ihre Objekte.

⁸ 1) Fünf Elemente, Manas, Ahañkâra, Buddhi, 2) acht Bestandteile des Leibes, 3) acht Vollkommenheiten, 4) acht Grundaffekte (Sâñkhya-K. 44—),5 ) acht Götter, 6) acht Tugenden.

⁹ Vgl. das sûtram Bṛih. 3,7.

¹⁰ Pitṛyâna, Devayâna, Erlösung.

¹¹ Durch gute und böse Werke.

¹² Der Wahn des Ichbewufstseins.

¹³ Die fünf Erkenntnissinne.

¹⁴ Die fünf Elemente.

¹⁵ Die fünf Tastsinne (oder vielleicht die fünf Prâṇa's).

¹⁶ Das Manas.

 

293

Çvetâçavatra-Upanishad 1,5.

Mit Strudeln fünf¹, fünf Schmerz-Sturmwogen² fünfzig Flußarmen³ und fünf Schnellen, — den verstehn wir.

 

6. In diesem großen Brahmanrad, das alles

Beseelt, umschliefst, — ein Schwan schweift, doch nur weil er

Gesondert wähnt sich und des Rades Treiber; —

Von ihm begnadigt, wird er dann unsterblich.

 

Vers 7—12. Schilderung der höchsten Seele im Unterschied von der individuellen. ·

7. Doch Lieder singen, daß im höchsten Brahman

Als ew'gem Grund enthalten jene Dreiheit?

Wer in ihr ah den Kern (Taitt. 2) das Brahman findet,

Aufgeht in ihm als Ziel, wird von Geburt frei.

 

8. Was wechselt und was bleibt, was offenbar und

Nichtoffenbar, — Gott hegt es alles in sich;

Wer Gott nicht kennt, bleibt als Genießer gebunden,

Wer ihn erkannt, wird frei von allen Banden.

 

9. Zwei, Wisser, Nichtwisser Gott, Nichtgott, — sind ewig:

Der eine bleibt, objektverstrickt, Genießer,

Der andre, endlos, allseiend sitzt müßig,

Der andre, endlos, allseiend sitzt müßig,

Wenn er erkannt als Brahman hat jene Dreiheit!

 

10. Pradhânam fließt; nicht fließt, unsterblich, Hara,

Als Gott beherrschend Fließendes und Seele;

Ihn denkend, ihm ergeben, zu ihm werdend

Allmählich, wird zuletzt man frei von Mâyâ.

 

11. Wer Gott erkennt, wird frei von allen Banden,

Die Plagen schwinden, samt Geburt und Sterben .

 

——————

¹ Die fünf Objekte der Sinne (Ton, Farbe usw.).

² Aufenthalt im Mutterleib, Geburt, Alter, Krankheit, Tod.

³ Wohl wieder die fünfzig Affekte.

Die fünf Anfechtungen (kleçaḥ des Yoga: Nichtwissen, Egoismus, Liebe, Hass, Leidenschaft.

Dem Saṃsâra. Maitr. 2,6 wird an ein Töpferrad gedacht.

Die individuelle Seele.

Die Dreiheit von Genießer, Genußobjekt und Antreiber (Seele, Welt und Gott).

bhoktṛi-bhâvât; derselbe Ausdruck Sâñkhyakârikâ 17.

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Prof. Dr. Deussen, Paul: "Sechzig Upanishad's des Veda", 2.Auflage, F.A. Brockhaus, 1915, Seite 292,293

 

 

Sehr ausführliches zu Mâyâ findet man in der Mâṇḍûkya-Kârikâ des Gaudapada, dh Gauapada's Kommentar zur Mâṇḍûkya-Upanishade, darunter Mâyâ als Illusion, Irrtum, Blendwerk, Täuschung: 

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585

Mâṇḍûkya-Kârikâ 2,16.

 

16. Die Seele stellt man vor erstlich,

Sodann der Dinge Sonderheit,

Der äußeren und der drinnen,

Wie man weiß, so erinnert man.

 

17. Wie ein Strick, nicht erkannt deutlich

Im Dunkeln, falsch wird vorgestellt

Als Schlange, als ein Strich Wassers,

So wird falsch vorgestellt das Selbst (âtman).

 

18. Wie, wenn der Strick erkannt deutlich,

Und die falsche Vorstellung weicht,

Er nur Strick bleibt unzweiheitlich,

So, wenn deutlich erkannt, das Selbst.

 

19. Wenn er als Prâṇa's, als alle

Die vielen Dinge uns erscheint,

So ist das alles nur Blendwerk (mâyâ),

Mit dem der Gott sich selbst betrügt.

 

20. Prâṇa-Kennern ist er Prâṇa's(Vaiçeshika’s),

Elemente dem, der sie kennt (Lokâyatika’s),

Guṇa-Wissern ist er Guṇa (Sâñkhya's),

Tattva's ist' er dem, der sie kennt (Çaiva’s).

 

21. Viertelwissern ist er Viertel (Mâṇḍûkya-Up.),

Sinnlichkeitswissern Sinnlichkeit (Vâtsyâyana),

Den Weltraumwissern Welträume (Paurâṇika's),

Götter den Götterkundigen (Veda-Anhängern).

 

22. Den Vedawissern ist Veda’s,

Den Opferwissern Opfer er,

Genießer denen, die diesen,

Genußobjekt, die dies verstehn.

 

23. Subtil für solche, die dieses,

Grob für solche, die dies verstehn,.

Gestaltet denen, die dieses,

Ungestaltet, die dies verstehn.

 

24. Zeit ist er für die Zeitwisser,

Für Raumkenner ist er der Raum,

Künste ist er für Kunstkenner,

Geschichten dem, der diese kennt.

 

 

586

 

Atharvaveda

25. Für Manas-Kenner ist Manas,

Für Buddhi-Kenner Buddhi er,

Geist ist er für die Geistwisser,

Recht und Unrecht dem, der sie kennt.

 

26. Fünfundzwanzigfach für diese (Sâñkhya's),

Jenen als sechsundzwanzigster (Pâtañjala's),

Einunddreißigfach für andre (Pâçupata's),

Unendlich gilt für viele er (vgl. Cûlikâ 14).

 

27. Welten ist er dem Weltkenner,

Lebensstadien, dem der sie kennt,

Drei-Genushaft den Sprachlehrern,

Andern nied'res und höheres (sc. Brahman).

 

28. Für Schöpfungswisser Weltschöpfung,

Für Vergangwisser Weltvergang,

Weltbestand für Bestandwisser,

So ist alles er allerwärts.

 

29. Welches Sein man so andichtet

Dem Âtman, dafür hält er sich,

Das hegt er und, zu ihm werdend,

Gibt er ihm sich als Dämon hin.

 

30. Er selbst ist alle Seinsformen,

Von denen er verschieden scheint.,

Wer dies weiß, wird sich vorstellen

Ohne Scheu, wie es wirklich ist.

 

31. Wie Traum und Blendwerk man ansieht,

Wie eine Wüstenspiegelung,

So sieht an dieses Weltganze,

Wer des Vedânta kundig ist.

 

32. Kein Vergang ist und kein Werden,

Kein Gebundner, kein Wirkender,

Kein Erlösungsbedürftiger,

Kein Erlöster, der Wahrheit nach.

 

33. Als unreale Seinsformen

Und als Einer wird er gedacht,

Doch wer sie denkt, ist stets Einer,

Drum die Einheit den Sieg behält.

 

587

Mâṇḍûkya-Kârikâ

34. Nicht auf den Âtman stützt Vielheit

Und auch nie auf sich selber sich,

Nicht neben ihm und nicht durch ihn

Kann bestehn sie, das ist gewiß.

 

35. Furcht, Zorn und Neigung ablegend,

Schaut zweiheitlos und wandellos

Der Weltausbreitung Aufhören

Der Muni, der den Veda kennt.

 

36. Wer so erkannt der Welt Wesen,

Der halte an der Einheit treu;

Der Zweiheitlosigkeit sicher,

Geht er kalt an der Welt vorbei.

 

37. Von Preisen frei und Lobsingen,

Ja, auch ohne den Manenkult,

In allem, was da lebt, heimisch,

Lebt er so ,,wie es eben kommt" (Bṛih. 3,5).

 

38. Das Wesen in sich selbst sehend,

Das Wesen in der Außenwelt,

Zu ihm werdend, in ihm ruhend,

Hält er treu an dem Wesen fest.

 

 

Dritter Teil

genannt Advaitam, »die Zweiheitlosigkeit«

1. Verehrung das Gebot fordert

Des Brahman als Gewordenen,

Eh' es ward, war es noch nicht da,

Drum armselig Verehrer sind.

 

2. Was nicht armselig, hört jetzo,

Ungeboren, gleich allerwärts,

Und warum nichts entsteht irgend,

Obwohl entstehend überall.

 

3. Der Âtman gleicht dem Weltraume,

Der Jîva gleicht dem Raum im Topf,

Die Töpfe sind die Leibstofie,

Was ,,entstehn" heißt, dies Gleichnis zeigt.

 

 

588

Atharvaveda.

4. Wenn die Töpfe zugründ gehen,

Was wird dann aus dem Raum im Topf?

Er zergeht in dem Weltraume, -

So der Jîva im Âtman auch.

 

5. Wie, wenn in einem Topfraume

Staub sich vorfindet oder Rauch,

Nicht alle Räume dies teilen,

So die Jîva's nicht Lust und Leid.

 

6. Ja, Formen, Wirkungen, Namen

Sind verschieden nach ihrem Ort,

Doch der Raum, den sie einnehmen,

Ist sich gleich, so die Jîva's auch.

 

7. Wie der Topfraum vom Weltraume

Kein Produkt ist und auch kein Glied,

So ist der Jîva vom Âtman

Kein Produkt, auch kein Glied von ihm.

 

8. So wie der Himmelsraum Kindern

[Obwohl farblos,] als blau erscheint,

So scheint behaftet mit Flecken

Unerfahrnen der Âtman auch.

 

9. Was Sterben und Entstehn angeht,

Fortgehn und Wiederherkommen

Und alle Körper Durchsetzen,

Ist dem Räume vergleichbar er.

 

10. Doch traumgleich alle Leibstoffe

Als Trug der Âtman breitet aus;

Weder als gleich, noch als ungleich

An Rang lassen sie denken sich.

 

11. Als Seele (jîva) in den fünf Hüllen,

So lehrt das Taittirîyakam (Taitt. Up. 2),

Der höchste Âtman versteckt ist,

Er, den dem Raum verglichen wir.

 

12. Im Honigteile (Bṛih. 2,5) wird paarweis

Das höchste Brahman aufgezeigt,

Wie in der Erd' und im Leibe,

Er, den dem Raum verglichen wir.

 

589

Mâṇḍûkya-Kârikâ 3,13

 

13. Wenn die Schrift Jiva und Atman

Durch Gleichsetzung für eins erklärt, Verwerfend alles Vielheihein,

So ist das wahr in vollem Sinn.

 

14. Doch wenn auch vor der Weltschöpfung

Sie beide aneinander hält (Chând. 6,3,2),

So gilt das bildlich, nicht wörtlich,

Und nur von dem, was werden soll.

 

15. Und wenn sie überhaupt Schöpfung

Im Bild von Ton, Erz, Funken lehrt (Chänd. 6,1,3.

Brih. 2,1,20), So dient dies nur als Lehrmittel (vgl. 1,18),

Denn ,,nicht ist Vielheit irgendwie" (vgl. Bṛih. 4,4,19).

 

16. Schüler gibt es in drei Stufen,

Schwache , mittlere, treffliche ;

Um ihrer willen, aus Mitleid

Verehrungsobjekt Brahman wird.

 

17. Auf ihrer Sätze Standpunkt stehn Zuversichtlich die Zweiheitler, ' Doch widersprechen sie selbst sich, Bei uns fehlt dieser Widerspruch.

 

18. In Wahrheit ist die Unzweiheit,

Zweiheit nur in der Spaltungswelt;

Sie lehren beiderseits Zweiheit,

Bei uns fehlt solcher Widerspruch.

 

19. Als Blendwerk nur besteht Spaltung Jenes Einzigen, Ewigen,

Denn wäre Spaltung in Wahrheit, Sterblich würde, was ewig ist.

 

20. Vom ungeworden Sein nehmen

Jene Lehrer ein Werden an,

Was ungeboren, unsterblich,

Wie könnte sterblich werden das!

 

21. Was unsterblich, kann nicht sterblich,

Was sterblich, nicht unsterblich sein,

Kein Ding kann anders sein jemals,

Als es seiner Natur nach ist.

...

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Prof. Dr. Deussen, Paul: "Sechzig Upanishad's des Veda", 2.Auflage, F.A. Brockhaus, 1915, Seiten 585-589

 

 

Betreffs Mâyâ aus obigem länglichem Zitat also im Speziellen: 

>>

...

17. Wie ein Strick, nicht erkannt deutlich

Im Dunkeln, falsch wird vorgestellt

Als Schlange, als ein Strich Wassers,

So wird falsch vorgestellt das Selbst (âtman).

 

18. Wie, wenn der Strick erkannt deutlich, Und die falsche Vorstellung weicht,

Er nur Strick bleibt unzweiheitlich,

So, wenn deutlich erkannt, das Selbst.

 

19. Wenn er als Prâṇa's, als alle

Die vielen Dinge uns erscheint,

So ist das alles nur Blendwerk (mâyâ),

Mit dem der Gott sich selbst betrügt.

...

<<

Prof. Dr. Deussen, Paul: "Sechzig Upanishad's des Veda", 2.Auflage, F.A. Brockhaus, 1915, Seite 585

 

>>

...

29. Welches Sein man so andichtet

Dem Âtman, dafür hält er sich,

Das hegt er und, zu ihm werdend,

Gibt er ihm sich als Dämon hin.

 

30. Er selbst ist alle Seinsformen,

Von denen er verschieden scheint.,

Wer dies weiß, wird sich vorstellen

Ohne Scheu, wie es wirklich ist.

 

31. Wie Traum und Blendwerk man ansieht,

Wie eine Wüstenspiegelung,

So sieht an dieses Weltganze,

Wer des Vedânta kundig ist.

 

32. Kein Vergang ist und kein Werden,

Kein Gebundner, kein Wirkender,

Kein Erlösungsbedürftiger,

Kein Erlöster, der Wahrheit nach.

 

33. Als unreale Seinsformen

Und als Einer wird er gedacht,

Doch wer sie denkt, ist stets Einer,

Drum die Einheit den Sieg behält.

...

<<

Prof. Dr. Deussen, Paul: "Sechzig Upanishad's des Veda", 2.Auflage, F.A. Brockhaus, 1915, Seite 586

 

>>

...

3. Der Âtman gleicht dem Weltraume,

Der Jîva gleicht dem Raum im Topf,

Die Töpfe sind die Leibstofie,

Was ,,entstehn" heißt, dies Gleichnis zeigt.

 

 

588

Atharvaveda.

 

4. Wenn die Töpfe zugründ gehen,

Was wird dann aus dem Raum im Topf?

Er zergeht in dem Weltraume, -

So der Jîva im Âtman auch.

 

5. Wie, wenn in einem Topfraume

Staub sich vorfindet oder Rauch,

Nicht alle Räume dies teilen,

So die Jîva's nicht Lust und Leid.

 

6. Ja, Formen, Wirkungen, Namen

Sind verschieden nach ihrem Ort,

Doch der Raum, den sie einnehmen,

Ist sich gleich, so die Jîva's auch.

 

7. Wie der Topfraum vom Weltraume

Kein Produkt ist und auch kein Glied,

So ist der Jîva vom Âtman

Kein Produkt, auch kein Glied von ihm.

 

8. So wie der Himmelsraum Kindern

[Obwohl farblos,] als blau erscheint,

So scheint behaftet mit Flecken

Unerfahrnen der Âtman auch.

 

9. Was Sterben und Entstehn angeht,

Fortgehn und Wiederherkommen

Und alle Körper Durchsetzen,

Ist dem Räume vergleichbar er.

 

10. Doch traumgleich alle Leibstoffe

Als Trug der Âtman breitet aus;

Weder als gleich, noch als ungleich

An Rang lassen sie denken sich.

 

11. Als Seele (jîva) in den fünf Hüllen,

So lehrt das Taittirîyakam (Taitt. Up. 2),

Der höchste Âtman versteckt ist,

Er, den dem Raum verglichen wir.

 

12. Im Honigteile (Bṛih. 2,5) wird paarweis

Das höchste Brahman aufgezeigt,

Wie in der Erd' und im Leibe,

Er, den dem Raum verglichen wir.

...

<< 

Prof. Dr. Deussen, Paul: "Sechzig Upanishad's des Veda", 2.Auflage, F.A. Brockhaus, 1915, Seite 587-588

 

 

Es ist wohl ziemlich offensichtlich, daß man sich diese Upanishade, ebenso wie Gaudapada's Kârîka als Ganzes anzusehen hat, um den Begriff "Mâyâ" ebenso zu verstehen wie Âtman" sowie Advaita .

 

Mâyâ als Verblendung (Nichtwissen, Finsternis und Verblendung) findet man in der Nṛisiṅha-uttara-tâpanâya-Upanishad, die im Übrigen der Mâṇḍûkya-Upanishade und Mâṇḍûkya-Kârikâ ähnelt:

 

>>

...

784

Atharvaveda, Vishṇu-Upanishad's.

 

jahung und Indifferenz als Om-Laut-Formen der Âtman selbst. Namen und Formen als Wesen habend aber ist diese Welt nur vermöge des [im Om-Laut einbegriffenen] Turîyaseins oder Denkförmigseins, sowie auch vermöge des Eingewobenseins, Bejaherseins, Bejahungseins und Indifkrenzseins, — denn auch das ganze Weltall ist [seinem Wesen nach] indifferenzförmig, und da ist keine Verschiedenheit [zwischen Âtman, Om-Laut, Weltall]. Und darüber ist diese Unterweisung.

,,Moralos ist der Vierte, unbetastbare, die ganze Welt-

,,ausbreitung auslöschende, selige, zweitlose, — die Silbe ,,Om, der Atman selbst. Der geht mit seinem Selbste in

,,das Selbst ein, wer solches weiß" (Mâṇd 12).

 

Ein solcher Mann möge durch die auf Nṛisiṅha bezügliche Anushṭubh, den Spruchkönig, den Turîya erkennen.

Denn dieser [Spruchkönig] offenbart den Âtman, ist aller [Zweiheit-]Zusammenraffung fähig, Überhebung nicht duldend, Herr, durchdringend, stets aufflammend, vom Nichtwissen und seinen Wirkungen frei, die Bindung des eigenen Selbstes aufhebend, allezeit zweitlos, wonnegestaltig, Allgrundlage, reines Sein, er ist das von Nichtwissen, Finsternis und Verblendung völlig befreite eigene Ich.

Darum soll man in dieser Weise jenen Âtman und das

höchste Brahman einsmachen; wer das vollbringt, ist ein Mann, ist Nṛisiṅha selbst!

 

Dritter Khaṇḍa.

 

Die vier Zeilen der Nṛisiṅhaformel entsprechen den vier Moren des Om-Lautes (a, u, m, Halbmora), enthalten daher, ebenso wie diese, den Turîya in sich und werden dadurch zum Mittel, sich von der Welt zum Turîya zu erheben, die ganze Welt in dem Turîya zu absorbieren.

Fürwahr, was an diesem Om-Laute die erste Mora ist, das ist die erste Zeile [der Nṛisiṅhaformel]; die zweite entspricht der zweiten, die dritte der dritten; die vierte Mora ist ihrem Wesen nach Eingewoben, Bejaher, Bejahung, Indifferenz; indem man mit ihr den vierwesentlichchen Turîya aufsucht und mit der vierten Zeile, soll man mittels derselben in den Turîya meditierend [die Welt] hineinschlingen.

 

785

Nṛisiṅha-uttara-tâpanâya-Upanishad 3.

Fürwahr, von diesem Om-Laute¹ ,,die erste Mora, die „Erde, ist der a-Laut. Er ist, aus Versen bestehend, der ,,Ṛigveda, ist Brahmân, die Vasu's, die Gâyatrâ, das Gârhapatyafeuer."

Dieses ist die erste Zeile [des Spruchkönigs]. Derselbe ist aber in allen Zeilen vierwesentlich vermöge des Groben, Feinen, Samens und Zuschauers.

,,Die zweite Mora, der Luftraum, ist der u-Laut. Er ist,

,,aus Opfersprüchen bestehend, der Yajurveda, ist Visṇu,

,,die Rudra's, die Trishṭubh, das Dakshiṇafeuer."

Dieses ist die zweite Zeile [des Spruchkönigs]. Derselbe ist aber in allen Zeilen vierwesentlich vermöge des Groben, Feinen , Samens und Zuschauers.

,,Die dritte Mora, der Himmel, ist der m-Laut. Er ist,

,,aus Liedern bestehend, der Sâmaveda, ist Rudra, die

,,Âditya's, die Jagatî, das Âhavanîyafeuer."

Dieses ist die dritte Zeile [des Spruchkönigs]. Derselbe ist aber in allen Zeilen vierwesentlich vermöge des Groben, Feinen, Samens und Zuschauers.

,,Die vierte, die Halbmora, die am Ende der Silbe ist, ist

,,die Somawelt, der Om-Laut. Er ist, aus Atharvanliedern

,,bestehend, der Atharvaveda, ist das Weltuntergangsfeuer,

,,die Marut's, die Virâj, der Höchstweise, die glänzende" genannt.

Dieses ist die vierte Zeile [des Spruchkönigs]. Derselbe ist aber in allen Zeilen vierwesentlich vermöge des Groben, Feinen, Samens und Zuschauers.

Alle Mâtrâ's in jeder einzelnen Mâtrâ wiederfindend, soll man, den als Eingewoben, Bejaher, Bejahung und Indifferenz Gestalteten meditierend, [die Welt in ihn] hineinschlingen; — so wird man weise, unsterblich, bewußtseinopfernd, rein, eingekehrt und frei von Hemmungen.

Indem man desselben [des Âtman] durch Hemmung des Atems inne wird, die ganze Welt hienieden aufgibt und sich völlig frei von der Vielheitsausbreitung macht, so wird man

...

——————

¹ Das Folgende ist aus Nṛisiṅhapûrvat. 2,1, oben S. 760, wie dieses wiederum ans Atharvaçkhâ 1, oben S. 727, entlehnt.

...

<<

Prof. Dr. Deussen, Paul: "Sechzig Upanishad's des Veda", 2.Auflage, F.A. Brockhaus, 1915, Seiten 784-785

 

usw.

 

 

Bei Prof. Mylius findet man Einiges in der VEB-Ausgabe von 1975 auf Seite 368 und, ebenfalls auf Seite 368 in der rechten Spalte oben, ganz genauso in der Ausgabe im Harrassowitz-Verlag im Jahre 2005 (ISBN 3-447-05143-4)

 

Informatives siehe auch: Huchzermeyer, Wilfried. Das Yoga-Wörterbuch: Sanskrit-Begriffe - Übungsstile - Biographien (German Edition) . edition sawitri. Kindle-Version. 1. E-Book-Auflage 2020 ISBN 978-3-931172-47-3. )

 

Bei Sri Aurobindo läßt sich dazu u.a. Folgendes finden auch viel Interessantes finden; siehe dazu: Verzeichnis der Sanskrit-Ausdrücke im Werk Sri Aurobindos, Verlag Hinder+Deelmann, ISBN 3-87348-129-4, 4. unveränderte Auflage, 2004, Seite 25

  

Via Swami Prabhupada war noch Folgendes  im "Hare Krishna Tempel Portal" zu finden (Dort findet man auch  kritische Stimmen betreffs jener Gruppierung wieder; ansonsten äußert sich auch das Bistum Trier dazu; https://www.bistum-trier.de/glaube-und-seelsorge/glaube-im-dialog/weltanschauungen-sekten/arbeitshilfen-und-weiterfuehrende-links/ 

All diese Kritik der sich jene Gruppierung stellte und zB Kritik des Bistums Trier, ändert kaum etwas daran, daß jener Swami Prâhbhupada sich bemühte etliche Texte in übersichtlicher und transparenter Sicht ins Englische zu übersetzen. Dabei trennte er Übersetzung und seine Kommentare sichtbar.

Wenn ich mir die Kommentare von Shankara - zumindest jene wo ich englische Übersetzungen habe - zu Upanishaden anschaue, so fällt die Parallele zu Swami Prâhpupadas Vorgehensweise unschwer auf. Erst mal die Sanskritbegriffe wiedergeben (damit setzt man sich der Kritisierbarkeit per Sanskitlexikas  nunmal aus und jeder kann's relativ leicht nachprüfen, inwieweit da "Färbungen" benutzt worden oder es alles soweit im Rahmen paßt bzw as m Rahmen bleibt und was eventuell nicht.

Ich fühle und fühlte mich da eingeladen, kritisch hinzuschauen und daher erwähne ich es hier:

Bei Swami Prâhpupada findet man die sehr buchstabengetreue Übersetzung wonach "Maya" nichts anders bedeutet als "das, was nicht ist" und auch Illusion, Täuschung bedeute. Auch Swami Prabhupada gibt dann noch weitere interessante Ausführungen.

Ua erwähnt  eine "philosophische Form des Atheismus, die Gottes individuelle Persönlichkeit leugnet" eine atheistischen Interpretation der Vedanta-Philosophie durch Sankara.

vgl http://www.harekrsna.de/glossar.htm

 

Swami Prabhupada lehrte nunmal Hingabe an Gott, seine Lehre ist als religiös anzusehen und er würde gegen solch eine Einstufung wohl auch gar nichts einzuwenden gehabt haben. ( http://www.harekrsna.de/glossar.htm#M )

 

 

Interessanterweise findet man "Maya" im Anhang über Vedanta in jener deutschen Übersetzung des Mr. Mahesh zu den ersten sechs Kapiteln der Bhgavad Gita ganz ähnlich übersetzt und Mr. Mahesh hat/hatte offenbar ziemlich die gleiche Übersetzung  wie Swami

Vgl. Seite 474, zweiter Absatz Bhagavad Gita, übersetzt und neu kommentiert, Kapitel I bis VI, Maharishi Mahesh Yogi, deutsche Übersetzung 1971, Verlag International SRM Publications, Stuttgart, ohne ISBN-Nummer, erste englische Veröffentlichung 1967.

 

 

Der Begriff "Mâyâ war anscheinend das Fundament für das was der Ex-KGB-Agent Juri Bezmenow als seine Aufgabe, seinen Job bezeichnete. ("Deception was my job" - also Täuschen, in die Irreführen, als "Wahn erlegen" erscheinen lassen, arglistig planvoll in Illusionen hineintreiben, usw).

Gleichzeitig wurde der marxistisch-leninistischen "Geschichtsbetrachtung" und Hetze/Propaganda damit Tür&Tor geöffnet: "Religionen sind Opium für's Volk" (Karl Marx) und "Religiöse Frömmigkeit - und das kann man durchaus in der Allgemeinheit so sagen - ist 'kollektive Zwangsneurose' " (und daher "Krankhaft), wie es Sigmund Freud schrieb.

 

Interessanterweise fand sich diese Vorgehensweise dann auch bei Sektenbeauftragten wie Hans Löffelmann durchaus wieder, wenn er sagte: "Bhagwan und der Maharishi Mahesh Yogi haben geben einander in einem Punkt Recht: Bhagwan sagt, daß Maharishi ein Betrüger ist und Maharishi sagt, daß Bhagwan ein Betrüger sei". Man dachte und argumentierte bzw agierte mit den Begriffen "Lüge, Betrug, Irreführung". Als das Ergebnis der von Haak und Löffelmann als Gründungsmitglieder (oder auch überhaupt Initiatoren) jener geschaffenen "Elterninitiative" dann "Deprogramming", Irreführung von Ärzten, Behörden und Gerichten war, und unsägliches Leid mit sich brachte, da hatten sie sich dann fest in die Welt der Illusionen selber verfangen und Illusionen verursachen, Täuschen, Irreführen usw fest verstrickt. Als ich Hans Löffelmann dann mal zu helfen mich befleissigte und Ihn über die Tatsächlichkeiten betreffs Deprogramming, Aufgewiegeltheit von Ärzten, Gerichten usw in Kenntnis setzte, sodaß es Ihm unmöglich war es zu leugnen, kam von Ihm keinerlei Hilfe außer daß Ihm zunächst der Name eines Arztes entschlüpfte, der bei den Treffen der Elterninitiative ständig für Deprogramming eintrat und Eltern, usw aufzuwieglen versuchte und offenbar dennoch nicht von der Teilnahme an solchen Treffen rechtzeitig ausgeschlossen worden war. Weiter war da die Mauer des "Schweigens".

 

Man sieht diese - auf kommunistisch-atheistische Machtergreifung abzielende - Methode auch sehr deutlich in Walter Ruben's Buch über "Geschichte der indischen Philosophie" (VEB, 1954) dargestellt; Walter Ruben stellte darin die marxistisch-leninistische Geschichtsbetrachtung sehr deutlich und bestens erkennbar, dar.

 

Lenin gab die Ermordung der Romanow-Familie in Auftrag und, wie man heute weiß, wurden auf seinen direkten Befehl auch die Kinder (!) bestialisch ermordet. (Vgl. Auftragsmorde auf Befehl eines Mafia-Bosses) Da sie Unterkleider trugen, die mit vielen Edelsteinen besetzt gewesen waren, waren die Kugeln an Ihnen abgeprallt und da griffen die Auftragsmörder zum Messer. (Dazu sah ich mal eine Doku im öffentlich-rechtichen TV.)

 

Was hat ein Mörder einem schon zu sagen? Was interessieren die perversen, abartigen, ober auch blöden Anschauungen sowie sich rechtfertigen wollenden, nie bereuenden Betrachtungsweisen eines Kindermörders?

 

Karl Marx's Gedankenkreise waren gekennzeichent von 0 Ahnung betreffs Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik als auch Entscheidungstheorie. Beide Theorien gab es damals noch nicht in einer soliden Form. Und im Gegensatz zu Sir Isaac Newton machte er sich auch nicht die Mühe, die notwendige Mathematik zu korrekt entwickeln. Marx zog es insofern vor zu "fantasieren" und an irgendwelche ihm im Kopf herumschwirrenden Gesetz goßer Zahlen "zu glauben" und davon auszugehen, daß das in jedem mathematischen Raume, im Rahmen jeder Weltanschauung selbstverständlich möglich sein müßte. Er nahm es billigend in Kauf, sich zu irren und sich und Andere daher zu verirren.

 

Sigmund Freud hatte sehr wenige PatientInnen auf seiner Couch und schlußfolgerte in aller Lächerlichkeit in bezug auf "a l l e Religionen der Welt"; also wie blöd durfte jemand sein, um im damaligen Österreich Professor geblieben sein zu dürfen? Oder hatte er so viele Prominenten-Gattinnen auf der Couch ausgehorcht und auspioniert, daß er genügend erpresserische Macht erlangt hatte?

Auch Freud's Hauptheorien waren fertig bevor Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik sowie deren Grenzen mathematisch korrekt dargestellt werden hatten können; auch die Grundlagen und Grenzen der Entscheidungstheorie waren ihm nicht verfügbar und unbekannt. Er machte sich ebensowenig wie Karl Marxx die Mühe, jene mathematischen Erfordernisse betreffs seiner Auswertungsbemühungen einer zwar größeren, aber dennoch, verglichen mit der Weltbevölkerung, letztlich sehr kleinen Anzahl von Beobachtungen, erst mathematisch korrekt zu entwickeln.

Auch "Prof." Sigmund Freud zog es vor an "sich selber" und seine "Hoffnungen betreffs solcher Auswertbarkeiten" blindlings zu glauben und auf diesen Aberglauben aufzubauen.

Naklar, jene könnten einem auch ein bischen Leid tun; hätte es jene Mathematik schon gegeben, würden sie vermutlich...

Aber sie beide zogen es vor riesige Gedanken-Gebäude zu errichten und ihre eigenen Begrenztheiten und nicht-vorhandenen Fähigkeiten zu mißachten.

Wieviele Hindus, Buddhisten, Taoisten, Jainas & co hatte Sigmudn Freud eigentlich überhaupt kennengelernt, daß er die "Wissenschaftlichkeit" zu jener lächerlichen "Verallgemeinerung" meinte aufbringen zu können?

 

 

Was kann eine x-y-ige Geschichtsbetrachtung schon an Wert haben, die auf Nicht-Wissen, Sich-Selber-Täuschen, sich zu absurden Verallgemeinerungen und Thesen hinreißen haben lassen, beruht?

 

Typischerweise erwies sich die Sowjetunuion als etwas mit Anfang und ziemlich baldigem Ende.

 

Daß der deutsche Kaiser Wilhelm II jenen Lenin nach Rußland gebracht und immer wieder finanziell unterstützt hatte, um "seine" Revolution anzustellen, ist historische Tatsache (siehe ARTE-Dokus zu jenem Thema). Daß es Kaiser Wilhelm II danach nicht gelang, Lenin wieder abzuschaffen und durch sich selber zu ersetzen - was vermutlich seine Idee im Hintergrund gewesen war - , ist ebenfalls historische Tatsache.

(Daß schon Kaiser Wilhelm I, den Fehler machte an seine Gene zu glauben und da jene absurde Form des Rassismus ist nunmal Tatsache. Er meinte anscheinend, daß seine Gene ihn für das Kaiseramt qualifizieren täten; er hielt das Wahlsystem gemäß der "goldenen Bulle" für unnötig. Man sieht wo es endete: Erst überzog er Österreich und Frankreich und auch die einzelnen deutschen Einzelreiche wie ua Bayern mit seinem Terror, dann fühlte er sich in seinem Aberglauben bestärkt und gründete  "sein" "Erbkaisertum". Während es das vorherige Kaiserreich mit einem gewissen Wahlsystem immerhin über viel Jahrhunderte, endet sein Erb-Wahn sehr sehr bald.

Auch Deutschland, Österrreich und Frankreich wurden nun abermals von Terror überzogen.)

 

Insofern sind das "russische Volk" und die "Zeit der Sowjetunion" sorgsam auseinander zu halten.)

 

Es sei aber, nachdem der Ex-KGB-Agent Juri Bezmenow ("Deception was my Job") auf das Interesse der damaligen UDDSrR bzw deren Geheimdienstes KGB hinwies und die CIA das ab Herbst 1970 wußte, wie Juri Bezmenow als Gast bei Eduard Griffin im US-TV berichtete, auf Folgendes hingewiesen:

 

1) Die Folgen von absichtlicher Irreführung, Täuschung udgl ("Deception") überwindet man, meines Erachtens, nie und nimmer durch Hinwendung an Patriotismus und Nationalismus, sondern durch genaues bzw genaueres Hinsehen.

 

2) Die UDSSR, welche nunmal atheistisch einerseits und kommunistisch andererseits war, hatte mit "Laya-yoga" eigentlich kein Problem, da im Laya-yoga, wie bereits auf Quelle verweisend erwähnt, keine Gottesvorstellung benutzt wird.

 

Insofern könnte das Interesse an "TM" duchaus ernst gewesen sein, da ja auch TM-Auswirkungen per wissenschaftlicher Untersuchungen vorgewiesen wurden, welche für die UDSSR von Interesse gewesen wäre (zB verringerter Alkoholkonsum, usw).

 

Ein Konfliktpotental bestand eher im Zusammenhang mit dem "Dialektischen Materialismus", obgleich Walter Ruben (Geschichte der Indischen Philosophie, VEB) dem Guru der siebenten Lektion der Chândogya-Upanishad, Sanatkumar, immerhin bescheingte "fast ein Yogi" gewesen zu sein. Die Advaita-Lehre ist nunmal monistisch und nicht dualistisch. Allerdings geht zB Gaudapada in seiner Karika zur Mandukya-Upanishade doch sehr abstrakt auf die Gründe dafür ein. (Siehe Deussen, Paul: "Sechzig Upanishad's des Veda", zweite Auflage, Brockhaus, 1915).

 

Allgemeiner ist es in diesem Zusammenhang  interessant, daß der ältere Sadhu - welcher dereinst Mr. Mahesh nach Rameshvaram schickte)  wohl den Eindruck hatte, daß Mr. Mahesh ihn nach māyā gefragt habe und māyā habe verstehen wollen und es jedoch noch nicht wirklich verstanden habe.

 

Insofern seien noch weitere Quellenangaben zu Informationen/Lehraussagen betreffs "māyā" angegeben, zB.:

 

* Yogavāsiṣṭha, Die Lehren des Weisen Vasishta, Ansata-Verlag, ISBN 3-7157-0112-9, 1988, Übersetzung aus dem Sanskrit von Peter Thomi, u.a.:

"VII die Geschichte von Lavaṇa",

"XVII Über das Verschwinden des Gemüts"

Das ganze Buch befaßt sich - in der Natur der Sache - auch mit dem Thema māyā.

 

* Das Herz des Vedanta, Zusammenfassung der Kerngedanken sämlicher Upaniṣaden ( "Sarva-vedanta-siddhanta-sara-samgrahah), 2.Auflage 2007, Heinrich Schwab Verlag, ISBN 978-3-7964-0178-7, Seite 144 bis einschließlich Seite 147.

 

>> Im Kronjuwel der Unterscheidung äußert sich Śaṅkarācārya wie folgt über Māyā:

 

... (VC 108)

 

Siehe: Vers 302, Vers 303, Vers 304, Vers 305, Vers 306, Vers 307, Vers 308, Vers 309

 

 

(Im Buch findet man noch weitere Hinweise/Anmerkungen).

 

Bescheidene Anmerkung vom Verfasser dieser WEBSeite:

 

So wie im sog. "Einheitsbewußtsein" (Begriffswelt des Mr. Mahesh) alles "natürlicherweise in Begriffen des Selbst, im Lichte reinen Bewußtseins wahrgenommen wird" - oder mit den Worten Shankara's gesagt: "Im Vergleich mit dem Jenes auch Das ist" - so las ich es wohl mal in einer Ausgabe des Kleinods der Unterscheidung -, so ist es auch mit dem Nicht-Seienden: Das Nicht-Wissen, die Unweissenheit in einem selber ist nichts anderes als das Nicht-Wissen, die Unwissenheit im Anderen. Diese Unwissenheit und jene Unwissenheit sind nichts als Unwissenheit und Unwissenheit ist "shunya", ddh "Nichts", "Leere", "Abwesenheit". So wie beim "ich bin das Du bist das" dann erkannt wird/wurde, daß es nicht das eigene Transzendentale Bewußtsein oder auch das Transzendentale Bewußtseins des Gegenüber ist, sondern es ein transzendentales Bewußtsein als eigenständige Wesenheit gibt, die von einem selber und auch im Anderen im Zustand des Samadhi (=Turiya) erlebt/erfahren wird, so ist es dann auch mit "māyā". So wie einem Punkt (im Sinne von Euklid ist das "Etwas ohne Länge, Breite und Höhe" immer eine Unendlichkeit zugeordnet ist (nämlich die unendliche Zahlenfolge(n) in den Koordinaten im Sinne der Descarte'schen - völlig äquivalenten - Darstellung der "Euklidischen Geometrie") und es weder ohne dem Einen noch ohne dem Anderen vorstellbar ist, wenn man nur genau genug hinsieht/hinsah, so ist es wohl auch mit "māyā". Wenn man "Punkt" mit mal Ātman vergleicht und die Menge aller Punkte mit Brahman, so ist eben Ātman ohne "Nicht-Wissen" nicht vorstellbar und analog ist Brahman ohne māyā dann wohl nicht vorstellbar. Es scheint, daß diese Begriffe so zusammenhänge. Und so wie die Folge der Ziffern bei einem Punkt unendlich ist und die Menge aller Punkte auch unendlich ist und insofern Ātman und Brahman eins sind, so sind eben auch "Avidya" (Unwissenheit) und māyā eins. Mr. Mahesh beschreibt māyā als eine gröbere Form von avidya (Anhang ad der sechs philosophischen Systeme Indiens in seinem Kommentar zu den ersten sechs Kapiteln der Bhagavad Gita.

 

 

 

Damit will ich diese sachlichen Hinweise zum Begriff "Māyā" erst mal belassen.

 

Es stellt sich jedoch im Zusammenhang mit Mr. Mahesh die Frage, inwieweit sein Begriff der "kreativen Intelligenz" aus seiner, nur per Video-Bändern existenen "Wissenschaft der Kreativen Intelligenz", nur seine "Übersetzung" des Begriffs "mâyâ" ist.

 

Dazu täte es dann passend, daß er sehr am Anfang einen seltsamen logische Fehler macht, den er trotz später sichtlich eingefügter Korrekturen an anderen Stellen, bis 1976 noch nicht korrigiert hatte:

 

Er argumentiert, daß Gedanken eine Richtung hätten, weil man ja an den Mond oder aber auch an die Sonne denken könne. Er fährt in seiner Agrumentation fort, daß Gedanken auch aus Energie bestünden, weil aus einem Gedanken schließlich auch eine Handlung werden könne.

 

Er sagt dann, daß Gedanken also Impulse aus Energie und Intelligenz seien.

 

Weil Handlungen, Bewegung daraus resultieren könne, müßten es Impulse aus Energie sein.

 

Weil sie eine Richtung hätten, trügen sich auch Intelligenz.

 

Dann aber wird's absurd:

 

Mr. Mahesh argumentierte, daß die Quelle dieser Gedanken, die folgliche eine Quelle von Energie&Intelligenz wäre, unendlich sein müsse, weil man doch so viele gedanken tag-für-tag habe.

 

Meine Rechnung ergibt jedoch:

 

Endlich viele Gedanken am Tag 1, am Tag 2... am letzten Tag des endlichen Lebens auf Erden ergeben zusammen endlich viele Gedanken.

 

Kurzum, was Mr. Mahesh da als "begründen" von sich gab/gibt war und ist schlichtweg verrechnet.

 

Fazit; So geht's numal nicht, es sei denn...

 

Mr. Mahesh wollte die Bedeutung von Mâyâ als "Täuschung" in Form einer "Lüge" einbauen, dh die Zuhörer belügen, denen die Folge des sich Belügenhabenlassens leidvoll erleben haben wollen, in der Hoffnung, daß sie daraus lernen könnten oder auch täten.

 

Nunja, das täte dann aber gar nicht zu seinem "wissenschaftlichen Auftreten" passen.

Es gibt jedoch ein "indisches Märchen", in welchem geschildert wird, daß ein Kenner des Phänomens der Illusion einen König, der gerne Zauberkräfte erlangt hätte, Erleuchtung auf billige Weise usw, systematisch in die Irre führte, bis er schließlich samt der Königin - wenig päßlich und gedemütigt bzw lächerlich gemacht wordend, mit verbundenen Augen im Nachtgewand am zentralen Dorfplatz steht, als dort das Alltagsleben bereits eingesetzt hatte.

(vgl. Fischer-Verlag, Serie "Märchen der Völker", Buch zu "indische Märchen"?).

 

In diesem Sinne wäre Mr. Mahesh dann aber eher als Betrüger oä zu bezeichnen.

 

Es gibt zwar im öffentlich-rechtlichen TV Deutschlands jene Sendung "Verstehen Sie Spaß?", wo Prominente "hereingelegt" werden, das mitgefilmt und dann im TV gezeigt wírd.

 

Allerdings gibt es da offenbar eine rechtliche Vorschrift: Die teilnehmenenden - sogar volljährigen - Prominenten müssen da zuvor eine schriftliche Einverständniserklärung abgegeben haben und ein Zeitraum, in welchem so ein Hereinlegen stattfinden dürfe, muß ebenfalls vorher benannt gewesen sein.

 

Hinzu kommen sicherlich weitere Einschänkungen betreffs "Würde des Menschen", Nicht-Beschädigen des Ansehens und insofern der Karriere der prominenten TeilnhmerInnen.

 

Kurzum, Mr. Mahesh hätte all diese selbstverständlichen Vorgaben nicht erfült gehabt und so ist erst mal davon auszugehen, daß er diesen Kardinalsfehler der Logik unabsichtlich machte.

 

Allerdings wäre er dann besser bei der "Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens" geblieben. Da allerdings paßte sein Benehmen, alà Affaire mit Judith Bourques - welche nunmal von Mr. Mahesh ausging; Frau Bourqes war dazu nicht zu jenem "TM-LehrerInnen-Ausbildungskurs" gefahren! - dann auch wieder nicht und das allerdings nicht betreffs der Theorie jener "Wissenschaft vom Sein", sondern halt nur in dem Sinne, als er diese "Kunstg richtigen Benehmens" einfach noch nicht erlangt gehabt hatte und also lediglich ziemlich theoretisierte.

 

(siehe dazu Chândogya-Upanishad <-> Wissenschaft vom Sein..." in www.Schulerlebnis--91-19i.bayern )